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Duisburg im Jahre 1566
2. ergänzte Auflage 1993 Der Stadtplan des Johannes Corputius Im Jahre 1566 veröffentlichte Johannes van den Corput (Corputius) aus Breda seine Darstellung der Stadt Duisburg aus der Vogelperspektive. Er hatte sie in den vorhergehenden vier Jahren geschaffen, in denen er in Duisburg als Schüler des damals bereits weithin berühmten Geographen und Universalgelehrten Gerhard Mercator lebte. Corputius selbst rühmt in seinem Grußwort an die Betrachter die Genauigkeit seiner "Topographia", die weit über alles hinausgehe, was man sonst bei derartigen Darstellungen gewohnt sei. In der Tat hat sich längst herausgestellt, dass diese Behauptung nicht übertrieben war, denn der Grundriss des Planes entspricht fast genau dem neuzeitlichen Urkataster, und die Details lassen sich bis in die Wiedergabe der Fensterformen hinein nachweisen. Damit ist der Plan des Johannes Corputius ein unentbehrliches Hilfsmittel für die historische Erforschung Duisburgs. Er verhilft den schriftlichen Quellen zu einem visuellen Hintergrund und gibt den Archäologen erste Hinweise auf das, was sie erwarten können, wenn irgendwo im Bereich des mittelalterlichen Duisburgs der Boden untersucht wird. Günter von Roden hat deshalb schon 1964 im Beiheft 6 der Duisburger Forschungen den Plan kommentierend und im direkten Vergleich mit dem modernen Stadtplan herausgegeben und beschrieben. Band 40 der Reihe "Duisburger Forschungen". |





