Stadtarchäologie in Duisburg 1980 - 1990

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Duisburg gilt zu Unrecht als erst durch das 19. und 20. Jahrhundert geprägte, eher gesichts- und geschichtslose Industriestadt. Duisburg kann vielmehr auf eine lange, bedeutende Geschichte zurückblicken, die sich nicht verstecken muss. Sie reicht mindestens bis in die Antike zurück.

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Details

Duisburg gilt zu Unrecht als erst durch das 19. und 20. Jahrhundert geprägte, eher gesichts- und geschichtslose Industriestadt. Duisburg kann vielmehr auf eine lange, bedeutende Geschichte zurückblicken, die sich nicht verstecken muss. Sie reicht mindestens bis in die Antike zurück.

Schon seit Mitte des letzten Jahrhunderts besteht ein ernsthaftes bürgerschaftliches Interesse an Duisburgs Vergangenheit. Damals begannen erste wissenschaftliche Ausgrabungen und die systematische Sammlung der Duisburger Altertümer. Diese Aufgabe nimmt seit den 1920er Jahren das Städtische Museum (heute Kultur- und Stadthistorisches Museum) wahr. Der letzte Weltkrieg und der Wiederaufbau Duisburgs ohne Rücksicht auf gewachsene Strukturen führte zur Zerstörung fast aller historischen Bauwerke, großer Teile der mittelalterlichen Stadtmauer und gewachsener Stadtzüge in der Duisburger Altstadt und somit zu einem fast totalen Kontinuitätsbruch. Auch die im Boden verborgenen archäologischen Zeugnisse blieben dabei nicht unversehrt. Die Mitarbeiter des städtischen Museums unter Leitung des damaligen Direktors Prof. Dr. Fritz Tischler versuchten seit Ende der 1940er Jahre bis in die 1960er Jahre baugeschichtliche und archäologische Zeugnisse vor dem endgültigen Verlust zu dokumentieren oder zu bewahren.

 Eine zweite Phase starker Veränderungen begann mit den 1980er Jahren. Großbauten in der Duisburger Altstadt bedrohten bedeutende noch im Boden erhaltene Reste der Geschichte und Archäologie Duisburgs. Anknüpfend an die Arbeiten der 1960er Jahre gelang es, mit Unterstützung der Stadt und des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Mitarbeit engagierter Duisburger Bürger wichtige Zeugnisse der Duisburger Vergangenheit zu dokumentieren und zu bewahren. Es zeigte sich, dass trotz aller Zerstörungen noch zahlreiche ansehnliche Zeugnisse der Duisburger Vergangenheit erhalten sind.

Die neuen Ausgrabungen in der Duisburger Altstadt haben sich seit ihrem Beginn im Jahre 1980 zu einem größeren Forschungsvorhaben entwickelt. Zusammen mit anderen Disziplinen wie den Geschichts- und Naturwissenschaften hat die Stadtarchäologie begonnen, die Grundlagen für die ältere Geschichte Duisburgs neu zu erarbeiten. Die Ergebnisse sind von exemplarischer Bedeutung für die Erforschung menschlicher Lebensbedingungen in Mittel- und Nordeuropa von der Antike bis in unsere Zeit.

18 Fachgelehrte aus Bulgarien, Deutschland und Großbritannien berichten in diesem Band erstmals in zusammenhängender Form für ein breiteres Publikum und für die Fachwelt über wichtige Ergebnisse der Duisburger Altstadtgrabungen zwischen 1980 und 1990

Zusatzinformation

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Günter Krause, Stadtarchäologie in Duisburg / Renate Gerlach, Die Entwicklung der naturräumlichen historischen Topographie rund um den Alten Markt / Günter Krause, Archäologische Zeugnisse zum ältesten Duisburg / Karl-Heinz Knörzer und Jutta Meurers-Balke, Pflanzenfunde aus dem 5. nachchristlichen Jahrhundert in Duisburg / Hubert Berke, Tiernutzung in Duisburg im frühen Mittelalter / Karl-Heinz Knörzer, Vorbericht über paläo-ethnologische Untersuchungen in Duisburg / Günter Nobis und Lazar Ninov, Zur Haustierwelt des Mittelalters / Dirk Heinrich, Fischknochen aus mittelalterlichen Siedlungsabfällen / Hans Reichstein, Vogelknochen aus mittelalterlichen Siedlungsabfällen / Heidemarie Farke, Faser- und Gewebereste aus Grabungen in der Stadt Duisburg / David R. M. Gaimster, Frühneuzeitliche Keramik aus Duisburger Bodenfunden / Joseph Milz, Der Duisburger Marktplatz im 16. Jahrhundert / Matthias Untermann, Der Baukomplex der Markthalle am "Alten Markt" / Matthias Untermann, Das Steinhaus auf dem ehemaligen Grundstück Oberoederich 18 / Joachim Müller, Zur Baugeschichte der Duisburger Stadtmauer am Innenhafen und am Springwall / Angela Pfotenhauer und Joachim Müller, Die Duisburger Stadtmauer - rekonstruierte Geschichte als Denkmal der Gegenwart.

Band 38 der Reihe "Duisburger Forschungen".

Custom Tab Title 2 Inhalt
Erscheinungsjahr 1992
Ausstattung kartonierte Ausgabe
560 Seiten
Literaturverzeichnis
ausführliches Register
über 260 Abbildungen
Tabellen und Diagramme
4 Farbtafeln
Faltplan
17 x 24 cm
Auflage 1. Auflage
ISBN-10 3-87096-049-3

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